[Gastblog | JOMA Trading AG] – Die Zukunft des ergonomischen Arbeitens im Büro

Die Zukunft des ergonomischen Arbeitens im Büro

Was vor 20 Jahren für viele Büromenschen noch ein Fremdwort war, gehört heute zum gepflegten Bürotalk: Das Gerede über Ergonomie. Es wird philosophiert und geschwafelt, belehrt und – leider auch – belächelt. Doch eines ist klar, um das Thema Ergonomie im Büro kommt man heute nicht mehr herum. Für alle, die sich doch nicht ganz sicher sind, wovon ich hier gerade spreche: Ergonomie ist die Anpassung der Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse des Menschen – menschengerechtes Arbeiten sozusagen. Effektive ergonomische Massnahmen sollen den arbeitenden Menschen auch bei längerer Büroarbeit vor gesundheitlichen Schäden schützen. Denn glaubt es mir oder nicht, Büroarbeit ist gefährlich. Die Gefahr ist schleichend und kommt in Form von starren Haltungen, schlecht eingestelltem Mobiliar und unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Auch heute noch. Nehmen wir zum Beispiel höhenverstellbare Schreibtische: Ihr Weg zum Erfolg war hart und ist bis heute gepflastert von einigen „beratungsresistenten“ Verweigerern. In den 90er Jahren wurde manch einer nur mitleidig belächelt wenn er von höhenverstellbaren Bürotischen sprach. Heute ist das Thema salonfähig geworden und aus den meisten Büros kaum mehr weg zu denken.

Nun kündigt sich ein neuer Wandel in der Bürowelt an und wirft die Frage auf, in welcher Form denn der Ergonomie im Büro in Zukunft Rechnung getragen werden soll. Brauchen wir ergonomische Massnahmen in Zukunft überhaupt noch?

Was genau sind ergonomische Massnahmen?

Eine „menschengerechte“ Arbeitsumgebung, die uns durch ergonomische Massnahmen ermöglicht werden soll, ist beispielsweise ein gut klimatisiertes Büro mit einer Luftfeuchtigkeit von maximal 50%. Der Lärmpegel ist angenehm und lässt ein konzentriertes Arbeiten zu. Was das heisst, erfahrt ihr hier. Der Bürotisch ist höhenverstellbar und erlaubt dem Mitarbeiter, auch im Stehen zu arbeiten. Der Bürostuhl unterstützt den Körper, ohne ihn in seinem natürlichen Bewegungsdrang einzuengen. Er lässt verschiedene Haltungen zu und sowohl Bürostuhl als auch Tisch lassen sich individuell auf die Körpergrösse der daran arbeitenden Person einstellen. Der Bildschirm befindet sich in idealem Abstand zu den Augen und die Auflösung ist ebenfalls augenschonend. Im Idealfall sind Maus und Tastatur ebenfalls ergonomisch und auf unsere natürliche Körperhaltung angepasst. Ich könnte euch jetzt noch über Beleuchtung, Beschattung und Akustik im Büro erzählen, denn sie sind weitere wichtige Punkte, mit denen man den Wohlfühlfaktor im Büro steigern kann. Aber ich lass es. Wichtig ist, dass erstmal die Verhältnisse im Büro optimiert werden.

Das alleine bringt aber nichts, wenn wir Büroarbeiter unseren Beitrag nicht leisten. Hier wären wir beim Verhalten angekommen. Anstatt den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu verharren, sollten wir nämlich regelmässig zwischen diversen Sitzhaltungen und dem Arbeiten im Stehen abwechseln und ab und zu auch mal umhergehen – und sei’s nur der Gang zum Kaffeeautomaten. Es geht schlussendlich um nichts anderes, als den Körper aus starren Haltungen heraus zu befreien und ihm Bewegung zu geben – dynamisch arbeiten. Denn anatomisch gesehen sind unsere Körper für Bewegung gemacht, also gebt sie ihm! 😉

Das Büro der Zukunft

Wie viele von euch arbeiten noch an ihrem eigenen Schreibtisch? Und wie viele haben keinen fixen Arbeitsplatz mehr? Der Trend geht im Moment klar vom persönlichen Arbeitsplatz hin zur gemeinsamen Arbeitswelt. Was Google schon lange vormacht, wird andernorts schon fleissig nachgemacht. Es werden Zonen für die aktive Zusammenarbeit geschaffen, schalldichte Raum-in-Raum Systeme dienen vertraulichen Meetings, während weitere Bereiche explizit für das konzentrierte Arbeiten am Schreibtisch reserviert sind. Die neuen Arbeitswelten sind Sofaecken, wo man sich trifft um Ideen auszutauschen und Kaffee zu trinken. Es sind klassische Besprechungsräumlichkeiten genauso wie kreative Arbeitsräume und Huddle Rooms, die mit beschreibbaren Wänden, Flip Charts und Präsentationssystemen ausgestattet sind. Der Arbeitsort wird je nach Aktivität ausgesucht und kann mehrmals täglich gewechselt werden. Der fixe Arbeitsplatz gerät in den Hintergrund und wird in vielen Unternehmen mehr und mehr verschwinden.

Wo bleibt die Ergonomie?

Wenn wir heute von Ergonomie am Arbeitsplatz sprechen, gehen wir noch immer von einem fixen Arbeitsplatz aus, bei dem schön brav 8 Stunden täglich der Bürosessel warm gehalten wird. Wir predigen den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, wir sagen man soll die Sitzposition regelmässig wechseln und den Bildschirm optimal einstellen. Wer sich an diese Regeln hält, fühlt sich besser und ist leistungsfähiger, so das Versprechen der Hersteller und Fachhändler (es ist wahr, glaubt mir!).

Was aber geschieht, wenn wir unseren auf Ergonomie getunten Arbeitsplatz verlassen, um in der Sofaecke mit dem Laptop auf den Knien rumzulümmeln und mit dem Kollegen vom Marketing die neue Produkteverpackung durchzusprechen? Nur um anschliessend im Meetingraum an den ekelhaft unbeweglichen Besprechungsstühlen festzukleben und dem Chef bei der Präsentation der Umsatzzahlen des 1. Quartals zu lauschen? Die Antwort: sie ist immer dabei. Denn dort, wo wir in Bewegung bleiben, aufstehen, den Arbeitsort wechseln, ein paar Stunden auf unserem (ergonomischen!) Bürostuhl sitzen, es uns eine Weile im Loungesessel bequem machen, nur um dann aus der Sitzung eine Stehung zu machen, tun wir das, was unser Körper braucht: wir bleiben in Bewegung. Im Sofa zu versinken, belastet den Körper anders als auf einem Besprechungs- oder Bürostuhl zu sitzen. Und genau darum geht es: Die beste Arbeitshaltung ist immer die Nächste. Wie sagt man so schön: Die Dosis macht das Gift, oder in diesem Zusammenhang: Die Dauer der entsprechenden Belastung. Ausserdem entlasten wir unsere Augen enorm und tun unserer Nackenmuskulatur viel Gutes, wenn wir nicht immer am Bildschirm kleben. Kopfschmerzen und Verspannungen werden so automatisch weniger.

Ihr seht also, der Arbeitsplatz der Zukunft verheisst gute Zeiten für unser Wohlbefinden. Doch wozu braucht es uns, die Ergonomieexperten, dann noch?

Das Aus der Ergonomiebranche?

Aber nein, wir hier zittern nicht um unseren Job, denn mit neuen Arbeitsmöglichkeiten kommen neue Herausforderungen. Der klassische Schreibtisch wird nicht verschwinden, er wird lediglich ergänzt durch neue Arbeitszonen. Stuhl und Tisch müssen sich jedoch umso mehr auf die an ihr arbeitende Person einstellen lassen, wenn wir an den Desk Sharing Trend denken. Ich bin überzeugt, dass es zukünftig noch wichtiger wird, die Büromenschen über das Thema Ergonomie aufzuklären. Unsere Branche wird sich wandeln, keine Frage. Doch das Grundthema bleibt dasselbe und das einzig Beständige ist ja bekanntlich der Wandel…

Wie ergonomisch sind eure Arbeitsplätze? Wie würdet ihr eure Arbeitswelt gestalten, wenn ihr freie Hand hättet? Schreibt uns, wir sind gespannt!

 

Nadja Sternik-Mäder

JOMA Trading AG: Bürokompetenz seit über 35 Jahren

Gesunde Mitarbeiter sind motivierter, glücklicher und produktiver. Seit über 35 Jahren steht JOMA darum für mehr Bewegung im Büro. Gemeinsam mit Ihnen schaffen wir eine anregende Wohlfühl-Atmosphäre mit gesunden, ergonomischen Arbeitsplätzen.

Wir haben uns ganz dem Thema „Ergonomie am Arbeitsplatz“ verschrieben. Ergonomie im Büro fängt beim Sitz-/Stehtisch an, führt über den richtigen Bürostuhl und intelligentem Stauraum bis hin zu einer angenehmen Beleuchtung und durchdachten Büroakustik.

In uns finden Sie einen kompetenten Ansprechpartner für die individuelle Beratung und Planung Ihrer Büroeinrichtung. Ob Einzelarbeitsplatz oder Gruppenbüro, Cafeteria oder Konferenz- und Besprechungsraum, gemeinsam mit Ihnen gestalten wir Ihr individuelles Büro, frei nach dem Motto „Die beste Arbeitshaltung ist immer die nächste!“.

In unserer grossen Ausstellung erwartet Sie eine umfassende Produkteauswahl für alle Bedürfnisse, für jedes Budget und jeden Geschmack.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Nadja Sternik-Mäder
Stv. Geschäftsführerin

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann informieren Sie sich auf www.joma.ch!

 

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